Meine Mutter, ausgewandert nach Canberra/Australien, hat mich 1960 erfolgreich in die Welt entlassen. Nach einigen Jahren ging meine Mutter mit mir und meinem älteren Bruder zurück zu unseren Großeltern nahe Ulm. Von dort ging es in die Nähe von Heidelberg und weiter in die Nähe von Kempten. 1980 begann ich in Trier mein Psychologiestudium und startete anschließend eine wissenschaftliche Karriere.

Die Geburt meines Sohnes 1994 veränderte meine Prioritäten und ich wurde vorrangig Halbzeitvater. Verdiente aber mit meiner wissenschaftlichen Arbeit genügend Geld, um uns wohlerhalten durch die Welt zu bringen. Mittlerweile war ich in Bremen gelandet und hatte dort die Gelegenheit, im Team von Dr. Gert Jugert (www.bipp-bremen.de) zu sein und bei der Entwicklung und Veröffentlichung von Sozialtrainings mitzuwirken. Nach den Jahren eher theoretischer Arbeit, bin ich dann in die Praxis gewechselt und habe viele Jahre zunächst ambulant, dann im stationären Bereich Erziehungsberatungen, Moderationen und Fortbildungen im pädagogischen Bereich gemacht. Nun bin ich bei der selbständigen Arbeit angelangt.

Auf der privaten Ebene entstand für mich ein weiterer Schwerpunkt meines Lebens mit dem Kennenlernen der Kampfkunstform des Aikido, zu der ich während meines halbjährigen Auslandaufenthaltes in Aix-en-Provence fand und danach in Trier und nun in Bremen weitermachte. Aktuell übe und studiere ich das Aikido bei Michael Masch (http://www.aikidojo-bremen.de).
Das Aikido zu üben ist nicht nur eine Kampfkunst zu studieren, oder vordergründig eine Selbstverteidigung zu trainieren, hier geht es vielmehr um Lebenskunst, darum Werte zu entwickeln, sich in Stresssituationen in Ruhe und im Selbstschutz zu bewahren, zu versuchen, auf friedvolle und trotzdem selbstschützende Weise mit sich und anderen Menschen umzugehen. Hier üben wir Selbstregulierung, Aufrichtung, Ausdehnung, Macht mit Liebe und Frieden zu verbinden.

Später habe ich dann die Entsprechung auf der Ebene der Kommunikation, der verbalen Konfliktklärung, mit der „Gewaltfreien Kommunikation“ von M. Rosenberg gefunden (http://www.cnvc.org bzw. http://www.gewaltfrei.de).
Hierzu habe ich mehrere Seminare besucht und treffe mich seit vielen Jahren regelmäßig mit meiner GFK-Übungsgruppe. Diese Art der Kommunikation, wenn man sich darauf einlassen kann, ist unglaublich hilfreich, um effizient einen Konflikt mit anderen zu klären und auch um für sich selbst herauszufinden, wieso etwas gerade Unruhe, Ärger, Missbehagen, ... auslöst. Auch hier geht es darum, möglichst bald nach der emotionalen Beruhigung, einen konstruktiven Lösungsprozess anzufangen. Es geht darum herauszufinden, welche Bedürfnisse bei sich und beim anderen gerade „in Not geraten“ und was helfen kann, sich und auch anderen diese Bedürfnisse zu erfüllen.

Mein Beratungsstil ist auch durch meine zweijährige Ausbildung zum systemischen Berater geprägt. Meine Orientierung bei erzieherischen Fragestellungen entnehme ich den Arbeiten um R. Dreikurs (natürliche Konsequenzen), J. Juul (Gleichwürdigkeit), H. Omer (elterliche Präsenz).
Wobei ich mich bei der Marte Meo - Beratung auf das einfache und konkrete beschränken werde und keine Erziehungsberatung im Sinne der oben genannten Autoren zum Schwerpunkt machen werde.

Ansonsten zeichne ich mich meistens als ein ruhiger, respektvoller, wertschätzender Mensch im Umgang mit Anderen aus.

Peter Notz an seinem Arbeitsplatz